Unser Chor ist 150 Jahre alt!
Der Carl-Maria-von-Weber-Chor Dresden e.V. beging 2025 sein 150-jähriges Chorjubiläum, das er am 20. September mit einem großen Festkonzert feierte. Der besondere Anlass, aber auch das Bestreben des Chores, sich seines Namenspatrons würdig zu erweisen, führten zur Wahl der Lukaskirche Dresden als Konzertort: Sie bot ideale Bedingungen dafür, Musik von Carl Maria von Weber an repräsentativem Ort in feierlichem Rahmen erklingen zu lassen.
Gleich zum Auftakt des Konzertes führte der Chor mit „Fröhliche Klänge, Tänze, Gesänge“ ein größeres Stück aus Webers Oper „Euryanthe“ auf, ein wunderbares Eröffnungsstück, dessen Urfassung in Dresden entstanden ist und seinerzeit in Pillnitz das Licht der Welt erblickte. Die Dresdner Komponistin Sylke Zimpel hat dieses Stück für Chor a-cappella bearbeitet, wodurch es nun erstmalig auch außerhalb des Opern-Kontextes erklingen konnte.
Im weiteren Verlauf des Konzertes bewies der Chor, dass man auch mit hundertfünfzig noch kein bisschen altmodisch oder verstaubt sein muss, sondern ganz im Gegenteil vital und kreativ auf die Herausforderungen der heutigen Zeit zugehen und also Programme gestalten kann, die einerseits das Alte zu bewahren vermögen, andererseits aber um die Internationalität und Modernität heutigen Chorschaffens keinen Bogen machen. Und so erklangen im Jubiläumskonzert Stücke ganz unterschiedlicher Stilistik, Stücke aus sechs Jahrhunderten, gesungen in fünf Sprachen. Solistische Partien boten Mitglieder des Chores dar und die lateinamerikanischen Klänge durften die Percussion-Kids der Musikschule Goldenes Lamm unterstützen.
Den Abschluss des Konzertes krönte die chorische Uraufführung des ebenfalls für dieses Jubiläum bearbeiteten Duettinos „Holde zaub´risch schöne Hügel, die der Elbe Wellenspiegel wie ein Paradies umfließt“, wiederum Musik von Carl Maria von Weber in einer klingenden Hommage auf die Elblandschaft bei Pillnitz/Hosterwitz, die bisher in den Archiven schlummerte. Bisher.
Als Zugabe erklang das Gebet aus Webers „Freischütz“, zu dem Mitglieder des Seniorenchores zum Mitsingen auf die „Bühne“ in den großen Chor geführt wurden. Auch dies ein sehr emotionaler Moment.
Schließlich gehörte eine fröhliche Feier zu diesem Ehrentag, zu der im Anschluss an das Konzert die fördernden Mitglieder, ehemalige Sängerinnen und Sänger, Gäste und Ehrengäste geladen waren. Als Überraschung trat hier der Männerchor auf mit dem Jägerchor aus dem „Freischütz“, „Lützows wilder verwegener Jagd“ und mit Trink- und Scherzliedern und schlug auf diese Weise den Bogen zu den Ursprüngen des Chores, zu dem Männer-Gesang-Verein „Concordia“ in Bühlau.


